#15 – Purpur. Warum Synthese keine Mischung ist.
Shownotes
Eine Organisation, die halb Blau und halb Rot ist, hat kein Purpur erreicht. Sie ist unentschieden. Was Synthese stattdessen ist, lässt sich besser im Tierreich beobachten als im Managementbuch — und warum die Leistung im Wechsel liegt, nicht im Kompromiss.
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00:00:02: In der Welt da draußen ist es meistens blau gegen rot, rot gegen blau, Analyse gegen Umsetzung, Strategie gegen Aktion.
00:00:12: Wer sich nicht festlegt gilt schnell als unentschieden.
00:00:14: – aber was ist mit Purpur?
00:00:18: Ich denke seit einer Weile darüber nach dass die meisten Organisationen genau in dieser Polarität stecken und das die Synthese die alle suchen fast nie verstanden wird.
00:00:28: Es gibt die Welt der Blauen, Strategipapiere, Analyse, Modelle.
00:00:33: Alles wird durchdacht, abgewogen wieder durchdach.
00:00:37: Am Ende entsteht eine Präsentation ein Deck und noch eins, noch eine und vielleicht sogar noch einen Workshop.
00:00:44: Dann gibt es die Welt der Roten Machen ausprobieren weitergehen Action vor Analyse Hauptsache Bewegung.
00:00:54: Wer zu lange denkt verliert.
00:00:57: Beide Welten halten sich für das eigentlich Richtige.
00:01:01: Die blauen verachten die Roten als Kopflos, die roten Verachten die Blauen als Entscheidungsschwach.
00:01:06: Aus ihrer jeweiligen Sicht haben beide auch Recht!
00:01:10: Das Problem dahinter?
00:01:12: Beide allein funktionieren nicht.
00:01:15: Blau ohne Rot ist Analyse, Paralyse kluge Diagnose keine Wirkung.
00:01:21: Rot ohne Blau ist Aktionismus viel Bewegung kein Lernen und Drehen im Kreis.
00:01:29: Der gängige Reflex ist Purpur als eine Mischung zu verstehen.
00:01:33: Halb Blau, halb Rot – ein bisschen analysieren hier und ein bisschen umsetzen da.
00:01:40: Das klingt vernünftig und wird gerne als Lösung verkauft.
00:01:44: Funktionieren tut es nur leider nicht!
00:01:46: Eine Organisation die halb blau- und halb rot ist hat kein purpur erreicht.
00:01:53: sie ist unentschieden.
00:01:54: Sie macht beides ein bisschen und nichts davon richtig.
00:01:58: Synthese arbeitet anders und das beste Bild dafür kommt erstaunlicherweise nicht aus irgendeiner Managementtheorie, sondern aus dem Tierreich.
00:02:09: Es gibt ein Tier, dass die meisten als Mischung wahrnehmen obwohl es keine ist – das Okapi!
00:02:15: Es hat Streifen wie ein Zebra und einen langen Hals für eine Giraffe.
00:02:19: Wer's zum ersten Mal sieht denkt automatisch Das muss eine Kreuzung sein Ist es nicht?
00:02:26: Das Okapi ist eine eigenständige Art.
00:02:29: Es sieht aus wie eine Mischung, aber es ist sein eigenes Tier.
00:02:34: Etwas das für sich steht mit einer eigenen Geschichte einem eigenen Lebensraum und einem eigenen Verhalten.
00:02:42: Genauso funktioniert Purpur!
00:02:44: Es ist nicht die Mitte zwischen Blau-und-Rot – es ist etwas Drittes dass aus der Bewegung zwischen beiden Welten entsteht.
00:02:53: Eine Organisation in Purpur denkt scharf und setzt konsequent um beides ungeteilt Und sie weiß in jedem Moment, in welchem Modus sie gerade ist und auch warum.
00:03:04: Die Leistung liegt im Wechsel – nicht im Kompromiss!
00:03:31: den Modi zu wechseln.
00:03:33: Was fehlt, ist die Fähigkeit zum echten Wechsel und die hat eine Voraussetzung, die eben keine Methode liefert – du musst wissen in welchem Modus du gerade bist!
00:03:44: Und auch warum?
00:03:48: Wer dauerhaft in einer Farbe sitzt wird die anderen nie verstehen und wer halb in der einen und halb im anderen sitzt, wird nie eine eigene Art.
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